Herr Dr.-Ing. Daniil Karnaushenko ist 30 Jahre alt, geboren in Novokuznetsk, Russland. Er hat an der Staatlichen Technischen Universität Novosibirsk studiert und einen BA und MSC in Engineering, Electronics and Microelectronics erhalten. Beides hat er mit “excellent” abgeschlossen.

Nach einer Postgraduate-Ausbildung mit dem Thema „Organische Halbleiter“ an der Technischen Universität Chemnitz promovierte er 2016 mit „summa cum laude“ am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IWF) in Dresden unter der Betreuung von Prof. Dr. Oliver G. Schmidt, TU Chemnitz. Das Thema seiner Promotion lautete „Shapeable Microelectronics“.

In der Begründung von Prof. Dr. Schmidt für die Nominierung von Dr. Karnaushenko für den Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis 2017 heißt es u.a.:

„Die Aufgabe von Herrn Daniil Karnaushenko bestand darin, mindestens ein neues Konzept für eine leistungsfähige formbare Mikroelektronik zu erforschen und zu entwickeln. Die Ergebnisse seiner Arbeit zeigen auf sehr beeindruckende Art und Weise, dass ihm dies nicht nur gelungen, sondern dass er weit über jede an ihn gestellte Erwartung hinausgegangen ist. Insgesamt konnte er nicht weniger als drei völlig neue Anwendungskonzepte von der Materialentwicklung bis zur Integration verwirklichen, die jeweils eine aussichtsreiche Basis grundverschiedener Technologieplattformen darstellen. 

Die Forschung von Dr.-Ing. Karnaushenko erstreckt sich von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Anwendung, die Teile seines Ideenreichtums bereits in die Entwicklung von Massenprodukten aufgenommen haben.“

Die Qualität und Interdisziplinarität der Arbeit von Herrn Dr.-Ing. Daniil Karnaushenko haben die Gutachterjury für den Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis beeindruckt und davon überzeugt, dass er der richtige Kandidat für den Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis 2017 ist. Der Preis, der gemeinsam von der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft, der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie und der Gesellschaft Deutscher Chemiker vergeben wird, ist mit 2.500 Euro dotiert und wird am 14. Februar 2018 im Rahmen einer Veranstaltung der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft in Leipzig verliehen.