Dem Beitritt der
DDR zur Bundesrepublik Deutschland am
Zur Pflege und
Popularisierung des wissenschaftlichen und kulturellen Erbes von Wilhelm
Ostwald gründet sich am
Im Jahre 1996 beschließt
die Mitgliederversammlung die Umbenennung in Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen
e.V. Inzwischen ist die Mitgliederzahl auf annähern 190 gestiegen,
die meisten von ihnen sind an akademischen Bildungseinrichtungen in
Deutschland, und auch weltweit, tätig.
In den folgenden
Jahren können die Gebäude des Landsitzes und der Park nach und nach
wiederhergestellt und erneuert werden. Große Verdienste um die langwierigen und
zum Teil schwierigen Bauarbeiten erwirbt sich Dr.-Ing. Karl Hansel. Schon bald
darauf ist das Anwesen als Tagungsstätte und Ort des wissenschaftlichen Arbeitens
gut geeignet, aber trotz aller Bemühungen erreicht die Zahl von Tagungen und
anderen Zusammenkünften nicht die vom Freistaat Sachsen gewünschte
Größenordnung. Die Zukunft des Landsitzes und des Ostwald-Nachlasses bleibt
trotz der Bemühungen der Mitglieder, ebenso ungeklärt, wie zum Zeitpunkt der
Vereinsbildung.
In den Jahren
1995 und 1996 verhandelt der Freistaat Sachsen mit einem Interessenten über den
Verkauf des Anwesens. Dieser Investor will ein Hotel errichten. Die in den Schenkungsauflagen
enthaltenen Bestimmungen zum wissenschaftlichen Nachlass des einzigen
sächsischen Nobelpreisträgers sind nicht Gegenstand der Verhandlungen.
Die
Vereinsmitglieder organisieren eine weltweite Unterschriftenaktion und richten
Protestbriefe an wissenschaftliche und öffentliche Einrichtungen sowie die
Landes- und Bundesregierung. Es gelingt auch, die Medien für den Erhalt des
Landsitzes und des Ostwald-Nachlasses zu mobilisieren. Die
Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e.V. ünterstützt auch die Bemühungen
der Ostwald-Nachkommen, eine gerichtliche Verfügung gegen die Pläne des
Freistaates zu erwirken. Das Gerichtsverfahren erbringt allerdings nicht das
gewünschte Ergebnis. Das mit den Aktionen verbundene öffentliche Interesse ist
sicher mitentscheidend für den Abbruch der Verkaufspläne, der dritte
Parzellierungsversuch, nach zwei vorhergehenden vor 1990, kann abgewendet
werden.
Trotz aller Widrigkeiten findet im Jahre 2001 eine große Feier zum 100. Geburtstag des Landsitzes statt.
Am
In den Jahren 2007 und 2008 veröffentlicht der Freistaat
erneut seine Verkaufsabsichten, nunmehr unter Berücksichtigung der
Schenkungsauflagen. Auch der Verein bewirbt sich mit seinem Konzept um die Gedenkstätte,
aber das Sächsische Finanzministerium entscheidet sich im Jahre 2008 für die Gerda und Klaus Tschira Stiftung als neuem Eigentümer.
Der Vorsitzende der
Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e.V., Prof. Dr. Helmut Papp, schreibt im Editorial
unserer „Mitteilungen“ im Heft 1/2009 zur Übergabe: „Am
Seit dem
Die Geschäftsstelle der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft
hat seit Jan. 2009 ihren Sitz im
Obergeschoß des Hausmannshauses.
Der in den „Mitteilungen“,
Heft 2/2009, S. 56-83, publizierte Aufsatz von Ulf Messow und Ulrike Köckritz gibt einen wesentlich umfangreicheren
Einblick in die Geschichte der Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte zu Großbothen und
zur Arbeit der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft. Bitte wählen Sie den
Link: Dokumentation
und Bemerkungen zur Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte zu Großbothen
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