Wolfgang Ostwald (1883-1943)                    

27.5.1883 geboren in Riga                                                                                                                                                       
Bürgerschule und Realgymnasium in Leipzig

1898 erste wissenschaftliche Arbeit:
Über die Köcher der Phryganeidenlarven,

Zoologiestudium bei den Professoren Chun, Leukart und zur Strassen in Leipzig

1904 Doktorpromotion
1904-06 Forschungsassistent bei dem Biologen Jaques Loeb in Berkeley, Californien. Beginn der Zusammenarbeit mit Martin H. Fischer, amerikanischer Physiologe und praktischer Arzt

1906 Heirat mit der hochmusikalischen Baltin Pia Müller, keine Kinder, aber eine Pflegetochter

1907 Habilitation für Biologie in Leipzig,
Begründer der Kolloidchemie als neuer Wissenschaftszweig, Übernahme der Zeitschrift für Chemie der Kolloide, später Zeitschrift für Kolloidchemie

1909 Gründung der Kolloidchemischen Beihefte, Herausgabe des Grundriss der Kolloidchemie", 7 Auflagen bis 1922, engl. Übersetzungen 1914 und 1917

1912 Vortrag in der Faraday-Gesellschaft in London

1913/14 im Wintersemester Vorträge an 16 Universitäten der USA und Kanadas

1914 Die Welt der vernachlässigten Dimensionen, 10 Auflagen bis 1927, engl. Übersetzung, 3 Auflagen bis 1926

1914-16 Kriegsteilnehmer als Leutnant und Oberleutnant an der Westfront

1916-17 Arbeiten an neuen Verfahren zur Stickstoffgewinnung

1917 Habilitation für Kolloidchemie

1918 außerplanmäßiger a.o. Prof. für Kolloidchemie an der Universität Leipzig. Arbeit an der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie München

1919-21 Assistent und Oberassistent bei Prof. Max Le Blanc am Physikalisch-chemischen Institut der Universität Leipzig

1920 Kleines Praktikum für Kolloidchemie, 7 Auflagen bis 1930

1922 a. o. Prof. für Kolloidchemie, Einrichtung des Praktikums der Kolloidchemie am Physikalisch-chemischen Institut der Universität Leipzig
Gründung der Kolloid-Gesellschaft, Vorsitz bis zum Lebensende
Übernahme der Herausgabe von Ostwalds Klassiker der exacten Wissenschaften, insgesamt 38 Titel
auswärtiges Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher zu Halle (Leopoldina)

1924 Untersuchungen zu Licht und Farbe in den Kolloiden

1928 Graham-Preis der Kolloid-Gesellschaft

1930 Ehrenmitglied der American Pharmaceutical Association und der Englischen Kolloid-Gesellschaft

1932 Verleihung der Graham-Medaille

1932/33 Vorsitzender der Leipziger Chemischen Gesellschaft

1935 Ordinarius für Kolloidchemie am Physikalisch-chemischen Institut der Universität Leipzig
Vortragsreisen in die USA, nach Spanien, Österreich, in die Tschechoslowakei, nach England, Holland, Ungarn und Rumänien.

22.11.1943 nach kurzem Krankenlager in Dresden gestorben


4.12.1943 In der Bombennacht wurde sein Nachlass vernichtet.

 

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