Das Haus "Werk" entstand 1916 als Produktions- und Laborgebäude.
Ab 1920 beherbergte es die von
Ostwald gegründete Energie-Werke GmbH,
von welcher der Name auf das Gebäude überging.
Im Souterrain des Hauses führte Walter Ostwald Versuche zur katalytischen
Nachverbrennung von Autoabgasen durch.
Das Gebäude hatte einen winkelförmigen Grundriss mit Giebeln nach Osten und
Norden. Die Nordostecke hatte ein Schleppdach, unter dem sich ein eiserner
Treppenaufgang zu der oberen Etage befand.
Nach dem Tod
Ostwalds wohnte im Erdgeschoss zeitweilig ein Hausmeister. Zwischen 1943
und 1945 war eine Arbeitsgruppe des
physikalischen Institutes der Universität Leipzig in dem Haus
untergebracht.
1956, nach der Übergabe an die Akademie der Wissenschaften, wurde die Nordostecke massiv geschlossen und das Souterrain zur Heizzentrale ausgebaut. Erdgeschoss und obere Etage dienten bis 1988 wieder als Laboratorien für die Farbenforschung.
Auch dieses Gebäude wies schwere
Wasserschäden auf.
1993/94 konnte dank der Unterstützung durch das Regierungspräsidium Leipzig das Gebäude nach Entwürfen der Architekten Prof. Noack aus Berlin und Frau Maria Obenaus von der TU Dresden zurückgebaut und für die Nutzung als Tagungsstätte hergerichtet werden. Dabei wurden die Anbauten des Jahres 1956 beseitigt und die ursprüngliche Giebelstruktur wieder hergestellt.
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